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1. Wir fordern einen Aktionsplan gegen Armut!

In unserer Sozialen Schuldnerberatung beraten wir in Dissen, Georgsmarienhütte und Osnabrück jeden Tag Menschen, die armutsgefährdet sind. In Niedersachsen betrifft das fast jeden Vierten unter 18 Jahren. Das sind 300.000 Kinder und Jugendliche. So viele wie noch nie!

  • Die Kindergrundsicherung muss kommen und weiterentwickelt werden!
  • Wir brauchen mehr Bildungsgerechtigkeit z.B. durch Lernmittelfreiheit!
  • Vor allem im ländlichen Raum benötigen wir verlässlichen und bezahlbaren ÖPNV!

Wir meinen: Für armutsgefährdete Kinder und Jugendliche muss das Land Niedersachsen mehr Geld als bisher bereitstellen. Was meinst Du?

2. Wir fordern Teilhabe für Alle!

Im Cafè Mandela in Osnabrück und in den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises begleiten wir Geflüchtete. Wir betrachten Migration nicht als ein Phänomen der Krise.

  • Migrant*innen müssen vom ersten Tag an sprachlich gefördert werden.
  • Migrationsberatung muss gestärkt und auskömmlich finanziert werden.
  • Leichte Sprache trägt zur Integration bei.

Wir meinen: Eine auf Integration ausgerichtete Migrationspolitik stellt eine große Chance für die Entwicklung unserer Gesellschaft dar. Was meinst Du?

3. Wir fordern eine sozial gestaltete Nachhaltigkeit!

Mit unserem Conceptstore edelKreis in der Hasestr. in Osnabrück zeigen wir beispielhaft wie Nachhaltigkeit geht. Hochwertige getragene Kleidung wird nicht entsorgt, sondern findet eine neue Liebhaberin. Wir wollen, dass nachhaltiges Wirtschaften auch sozial gestaltet wird.

  • Menschen mit wenig Einkommen müssen gefördert werden, damit der Umstieg in erneuerbare Energien bezahlbar bleibt.
  • Die Anschaffung alternativer Verkehrsmittel muss finanziell unterstützt werden.
  • Nachhaltiges Bauen in der Sozialwirtschaft muss refinanziert werden.

Wir meinen: Den ökologischen Umbau der Gesellschaft dürfen nicht zuerst Menschen mit wenig Geld bezahlen müssen. Was meinst Du?

4. Wir fordern die Stärkung des Miteinanders!

Bei uns engagieren sich mehrere Hundert Freiwillige (z.B. in der Telefonseelsorge, in unseren Pflegeheimen oder in der Bahnhofsmission). Sie wirken den negativen Individualisierungstendenzen der Gesellschaft entgegen, indem sie durch ihr Engagement solidarisch und uneigennützig Verantwortung füreinander übernehmen.

  • Das Engagement Ehrenamtlicher muss durch steuerliche Maßnahmen (z.B. Absetzbarkeit für Betreuungskosten von Kindern) mehr gewürdigt werden.
  • Freiwilliges Engagement muss in den Masterplan Digitalisierung aufgenommen werden.
  • Sozialraumorientierte Ansätze sind zu stärken.

Wir meinen: Das freiwillige Engagement muss in Niedersachsen mehr gewürdigt werden. Was meinst Du?

5. Wir fordern innovative Strategien zur Fachkräftegewinnung!

Wir bilden in unseren Diakonie Pflegeschulen Osnabrück mehr als 220 Heilerziehungspfleger, Pflegefachkräfte und Pflegeassistentinnen aus. Soziale Berufe brauchen attraktive Arbeitsbedingungen, tarifgerechte Entlohnung sowie Möglichkeiten zum Quereinstieg und zur beruflichen Weiterentwicklung im Hilfefeld.

  • Die Schulgeldfreiheit für alle sozialen Ausbildungsberufe muss gesetzlich festgeschrieben werden.
  • Eine ethisch reflektierte und verantwortungsbewusste Einwanderungspolitik zur Fachkräftegewinnung soll ermöglicht werden.
  • Damit ausreichend Plätze für Freiwilligendienste bereitgestellt werden können, ist die Finanzierung sicherzustellen.

Wir meinen: Tarifliche Entlohnung muss in allen sozialen Berufen festgeschrieben werden. Was meinst Du?

6. Wir fordern einen Digitalisierungspakt für die Sozialwirtschaft in Niedersachsen!

Unsere Beratungsstellen sind in den letzten zwei Jahren digitaler geworden. Video-Beratung und Chat-Seelsorge sind Beispiele der zunehmenden Digitalisierung in der Diakonie. Von einer umfassenden Digitalisierung der Sozialwirtschaft sind wir in Niedersachsen dennoch weit entfernt.

  • Privatwirtschaftliche Förderprogramme für Innovation und Digitalisierung sind für die Sozialwirtschaft zu öffnen.
  • Wir brauchen einen Infrastrukturfond für die Digitalisierung der Sozialwirtschaft.
  • Digitale Angebote müssen auf kommunaler oder Landesebene niedrigschwellig und leicht verständlich umgesetzt werden.

Wir meinen: Digitalisierung ist ein zentraler Aspekt zur Verwirklichung der Teilhabe Aller. Was meinst Du?

7. Wir fordern eine Stärkung der Freien Wohlfahrtspflege als Wirtschaftsfaktor!

In der Diakonie Osnabrück setzen wir jährlich mit ca. 2.000 Mitarbeitenden ca. 100 Mio. Euro um. Mit unseren Unterstützungsdienstleistungen stärken wir den gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt. Wir übernehmen Verantwortung füreinander und sorgen für eine soziale Infrastruktur, die die Grundlage für den Erfolg von wirtschaftlich tätigen Unternehmen darstellt.

  • Genügend und qualitativ hochwertige Kita-Betreuungsplätze müssen bereitgestellt werden.
  • Wir benötigen eine ausreichende und flächendeckende Versorgung mit ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen.
  • Pädagogische Fachkräfte werden für die Begleitung und Förderung von Menschen mit Behinderungen benötigt.

Wir meinen: Die Freie Wohlfahrtspflege bildet das Rückgrat einer erfolgreichen Wirtschaft in Niedersachsen. Was meinst Du?

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