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Gewaltschutz

Projekt zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften

Für geflüchtete Menschen, die eines besonderen Schutzes bedürfen, gibt es im Erich-Maria-Remarque-Haus eine Ansprechpartnerin für Fragen zum Gewaltschutz. Zu diesen gehören Kinder und Jugendliche, Frauen, Schwangere, Alleinerziehende Mütter und Väter, LSBTIQ-Geflüchtete, Geflüchtete mit Behinderungen und chronisch Erkrankte sowie traumatisierte Menschen in Flüchtlingsunterkünften.

Das Bundesfamilienministerium hat 2016 in Kooperation mit UNICEF die Initiative zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften ins Leben gerufen. Bundesweit werden 100 Gewaltschutzkoordinatorinnen in den verschiedenen Einrichtungen gefördert. Die Erstaufnahmeeinrichtung, Erich-Maria Remarque Haus in Osnabrück, war eine der ersten, die über eine Gewaltschutzkoordinatorin verfügte. 

Bilder der Einrichtung

Anhand einer Bedarfs- und Risikoanalyse und auf Basis der von UNICEF entwickelten Mindeststandards wurde ein einrichtungsspezifisches Schutzkonzept erstellt. Die Mitarbeitenden sämtlicher Bereiche (u.a. Versorgung, Krankenstation, Sozial-Dienst, Kinderbetreuung) wurden zum Thema Gewaltschutz sensibilisiert und geschult. Partizipativ haben wir einheitliche Standards zum Umgang mit unterschiedlichen kritischen Situationen entwickelt: häusliche Gewalt, Kinderehen, Kindeswohlgefährdung, Zwangsheirat, sexualisierte Gewalt etc. Sie sind verbindliche Grundlage für die Arbeit unserer Mitarbeitenden.

Im Rahmen der Gewaltschutzkoordination ist ein breites bedarfsorientiertes Informations-, Präventions- und Beratungsangebot im Erich-Maria- Remarque-Haus geschaffen worden.

Schwerpunktmäßig beschäftigen wir uns mit gesundheitlichen Fragen, der spezifischen rechtlichen Situation von Kindern und Frauen in Deutschland sowie mit Maßnahmen der Krisenintervention in den verschiedensten Bereichen des Gewaltschutzes. Wir beachten in unserer Arbeit die kulturellen Verschiedenheiten, um die Integration auf Basis der demokratischen Grundrechte zu fördern.

Neben den Angeboten des Sozial-Dienstes, der Kinderbetreuung und der interkulturellen Lernwerkstatt, betreut die Gewaltschutzkoordinatorin zielgruppenspezifische Freizeitangebote für verschiedene Bewohnergruppen des Hauses.

Im Rahmen des Gewaltschutzes steht die Koordinatorin anderen Flüchtlingsunterkünften für Konsultationen zur Verfügung. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.gewaltschutz-gu.de

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