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SPENDE VON TSO DATA - Buschband will die erste eigene CD aufnehmen

Für die Mitglieder der Buschband des Hauses am Schlehenbusch ist die Erfüllung eines alten Wunschs ein großes Stück näher gerückt: die Aufnahme einer eigenen CD. Das Unternehmen TSO Data spendet dafür 3000 Euro.

In der Einrichtung der Diakonie in Osnabrück leben zur Zeit 55 Kinder und Jugendliche, die „aufgrund ungünstiger Entwicklungsbedingungen von einer seelischen Behinderung oder einer langfristigen sozialen Ausgrenzung bedroht sind“, so Hausleiter Ulrich Burke. Schon seit 20 Jahren gibt es die Buschband, die regelmäßig in einem Bandraum im Keller des Gebäudes proben.

„Angefangen hat es mit einem Blockflötenkreis“, sagt Martina Sprehe, die zusammen mit Tanja Ehlert den Musikbereich betreut. Damit können die heutigen 15- bis 21-Jährigen nicht mehr viel anfangen. Dafür stehen ihnen heute Schlagzeug, Keyboard und Gitarren zur Verfügung. „Sie müssen nirgendwo auftreten, sondern können sich einfach ausprobieren“, erläutert Sprehe.

Gelegentlich tritt die Band aber doch auf, so beim Sommerfest der TSO Data vor über 140 Gästen. Das Unternehmen fördert das Haus am Schlehenbusch schon seit zehn Jahren mit regelmäßigen Spenden. Als Geschäftsführer Dirk Frommeyer und Prokurist Uwe Langner vom Traum der Jugendlichen nach einer eigenen CD erfuhren, sagten sie ihre Hilfe zu. Sie hatten auch letztes Jahr die Anschaffung neuer Instrumente gesponsert. „Ich bin überrascht vom guten Zustand der Geräte“, bekennt Langner: „Daran sieht man: es funktioniert.“

Beim Proben lernten die Musiker, Rücksicht aufeinander zu nehmen, bestätigt Sprehe: „Das ist auch soziales Kompetenztraining.“ Gabriele Busche-Pukall, Vorsitzende des Fördervereins, stellt die Buschband unter das Motto „Mut tut gut“, Ulrich Burke nennt das Thema Selbstbewusstsein entscheidend: „Viele haben das Gefühl, sie könnten gar nichts, und trauen sich nichts zu.“ Da könne die Arbeit in der Band viel ausrichten.

Das musikalische Vorwissen der Bandmitglieder ist sehr unterschiedlich. Einige spielen schon seit dem Kindesalter mehrere Instrumente, andere mussten erstmal Noten lernen. Jetzt sind sie mit Feuereifer dabei. Eventuell, verrät Martina Sprehe, will man für die CD einen eigenen Song kreieren, vielleicht sogar Filmaufnahmen dazu machen. Zunächst jedoch macht man sich auf die Suche nach einem Tonstudio.

Neue Osnabrücker Zeitung - 16.12.2018

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