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Flüchtlinge unterstützen - Sponsorenlauf für Haus Am Schlehenbusch in Osnabrück

Das Engagement für die Flüchtlinge, die nach Osnabrück kommen, ist groß und kommt aus den verschiedensten Richtungen. Auf dem Gelände des Ameos Klinikums gingen am Freitag rund 150 Schüler und Lehrer der Diakonie Pflegeschulen Osnabrück und der Krankenpflegeschule des Ameos Klinikums beim selbst organisierten Sponsorenlauf an den Start.

Auf einem Kurs von 1,25 Kilometer drehten sie ab 10 Uhr morgens ihre Runden. Nicht alle nahmen voller Elan die Beine in die Hand, einige ließen es auch ruhiger angehen und legten die Strecke walkend zurück – für den guten Zweck völlig legitim, fand die Schulleiterin der Diakonie Pflegeschulen Evelyn Lukas-Nülle: „Hauptsache, sie machen mit, egal ob sie gehen oder laufen.“ Sie legt wert auf die Festellung, dass die Initiative für den Lauf aus der Schülerschaft kam: „Die Schulleitung hat damit kaum etwas zu tun.“

Die Idee für den Sponsorenlauf kam von Megan Buck. „Der Fokus lag zuletzt sehr stark auf der Unterkunft am Natruper Holz“, dabei dürfe man aber andere Einrichtungen wie das Haus Am Schlehenbusch nicht vergessen. Die sportliche Schülerin wäre selbst gern mitgelaufen, wurde aber kurz vorher krank und verfolgte das Geschehen dick eingepackt als Zuschauerin: „Ich werde aber vielleicht gleich noch eine Runde gehen.“

Sponsorenfindung: kein Problem

Die Bereitschaft, das Anliegen zu unterstützen ist in der Stadt ausgeprägt, die Sponsorensuche war unkompliziert. Unter anderem wurden die Sparkasse Osnabrück und der Grüne Jäger dafür gewonnen. Von den Sportfreunden Lotte gibt es zwar kein Geld, aber etwas, das mindestens genau so gut ist: gratis Fußballtraining und 200 Freikarten für anstehende Partien. Natürlich stand es den Teilnehmern frei, sich selbst einen Sponsor zu suchen. Sabine Schirmer, Schülerin an den Diakonie Pflegeschulen, legte zehn Kilometer zurück, um ihren Geldgeber Titus um eine satte Spende zu erleichtern. Sabine gut gelaunt: „Das wird der Muskelkater meines Lebens!“

„Leitfunke“ für Haus Am Schlehenbusch

Der erlaufene Erlös kommt derzeit sieben unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen zugute, die vom Förderverein „Leitfunke“ des Hauses Am Schlehenbusch betreut werden. Sie erhalten unter anderem eine Fußballausstattung. Frank Wiemann, Bereichleiter „Junge Männer“ im Haus: „Fußball ist bei den jungen Flüchtlingen extrem beliebt, einige spielen auch sehr gut. Aber sie haben keine Fußballschuhe und rücken in T-Shirt, kurzer Hose und Schlappen an. Auch Fahrräder fehlen, um zum Training zu kommen.“ Um die Integration der Flüchtlinge zu fördern, sei gemeinsamer Sport mit einheimischen Kickern bestens geeignet.

Was übrig bleibt wird angespart, um weitere Flüchtlinge zu versorgen, die mit Sicherheit kommen. Das Geld braucht die Einrichtung dringend, denn pro Kopf stehen nur etwa 150 Euro für Kleidung zur Verfügung – „für alles, von Unterwäsche bis zur Winterjacke.“

Neue Osnabrücker Zeitung / 2.10.2015 (Bericht: Markus Strothmann, Fotos: Swaantje Hehmann)

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