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Seid barmherzig! Jahreslosung ist Ansporn für die Diakonie Osnabrück

Osnabrück. Barmherzigkeit ist die entscheidende Motivation der Mitarbeitenden in der Diakonie Osnabrück. Aus dieser Haltung heraus können Klientinnen sowie Bewohner, Kinder und Jugendliche gut begleitet werden. Neue Projekte hat sich die Diakonie für 2021 vorgenommen. Im Vordergrund steht aber zunächst die Bewältigung der Corona-Krise.

„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“ (Lukas 6, 36) Das Losungswort der Kirchen stellt für die Diakonie Osnabrück eine gute Grundlage für das Jahr 2021 dar. „Barmherzig mit sich selbst und mit anderen zu sein, das ist die Haltung, in der wir unsere Arbeit auch im Neuen Jahr tun wollen“, sagt Friedemann Pannen, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück. Barmherzigkeit ist mehr als Mitleid. Wer barmherzig ist, lässt sich von der Not anderer anrühren und beginnt zu handeln. Wer barmherzig ist, will Veränderungen. Schlechtes soll nicht schlecht bleiben. Not soll gewendet werden. Diese Motivation der diakonischen Mitarbeiterschaft entspringt der Aufforderung Jesu, barmherzig zu sein.
„Zugleich geht es aber auch um Barmherzigkeit mit sich selbst!“ Diakonie hat zwar immer den anderen im Blick. „Dabei dürfen wir den Blick auf uns selbst nicht vergessen“, mahnt Pannen und fährt fort: „Gerade in einer Zeit, in der viel von uns verlangt wird, müssen wir auch mit uns selbst barmherzig umgehen.“ Die Herausforderungen dürfen nicht zu Überlastungen führen. Die Gefahr besteht aber insbesondere mit Blick auf die Bewältigung der Corona-Krise. Barmherzig mit sich selbst zu sein bedeutet, Nein sagen können, wenn genug genug ist. Barmherzig sein mit sich selbst bedeutet, im Umgang mit eigenen Fehlern freundlich zu sein. Barmherzig sein mit sich selbst bedeutet, fünfe auch mal gerade sein zu lassen. Barmherzig sein mit sich selbst bedeutet, in dem Wissen zu handeln, dass der barmherzige Vater, von dem Jesus spricht, vergibt. Aus Vergebung leben – das ist Barmherzigkeit.

Für die Diakonie Osnabrück stehen in 2021 große Projekte an. Zunächst geht es selbstverständlich weiterhin um die Bewältigung der Pandemie. „Wir wünschen uns, dass sich unsere Mitarbeitenden und Klientinnen und Klienten alle impfen lassen, denn das ist der einzige Weg raus aus der Corona-Krise und der einzig wirksame Schutz von Bewohnerinnen unserer Pflegeheime und Mitarbeitenden“, sagt Stephan Wilinski, kaufmännischer Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück.

Die Diakonie Osnabrück wird in 2021 ihren unterbrochenen Strategieentwicklungsprozess fortsetzen. „Ziel ist es, zu einer langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens zu gelangen“, erläutert Wilinski. Dabei spielen Themen wie Mitarbeiterzufriedenheit und die Umsetzung der Führungskonzeption ebenso eine Rolle wie Innovation, Digitalisierung und neue Projekte für Klientinnen und Klienten.

Im Erich-Maria-Remarque-Haus gibt es seit dem Jahreswechsel einschneidende Veränderungen. Die Diakonie Osnabrück ist weiterhin für die Sozialarbeit, Kinderbetreuung, Freizeitpädagogik und den Gewaltschutz zuständig. Die anderen Dienstleistungen haben nach einer Ausschreibung andere Anbieter übernommen. „Wir sind froh, mit unserer Kernkompetenz, der sozialen Arbeit, auch in Zukunft für Geflüchtete in Osnabrück zuständig sein zu dürfen. Die menschenwürdige Behandlung Geflüchteter ist auch Ausdruck jener Barmherzigkeit, von der die Jahreslosung spricht“, sagt Pannen.

Die Bauplanungen für eine neue Einrichtung der Altenhilfe in Voxtrup sind weit vorangeschritten. Sobald der geänderte Bebauungsplan genehmigt ist, kann ein Bauantrag gestellt werden. „Das alles dient dazu, für die Bewohnerinnen und Bewohner am Ledenhof eine moderne Pflegeimmobile vorhalten zu können. Diese haben nach Jahren des Wartens ein Recht darauf, in zeitgemäßen Räumen leben zu können.“ Mit einer Fertigstellung des Baus rechnet Wilinski nicht vor Ende 2022.

Die Ev. Jugendhilfe ist weiterhin mit dem Ausbau von Betreuungsangeboten für Kinder befasst. „Wir sind uns der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, mit unseren Kindertagesstätten, die frühkindliche Bildung zu stärken. Die Förderung von kleinen Kindern ist ein wesentlicher Grundstein für ein gelingendes und selbstbestimmtes Leben“, sagt Pannen.

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