Osnabrück – eine „Stadt für alle“!
50 Organisationen und Vereine unterstützen das Osnabrücker Bündnis „Osnabrück – bunt und solidarisch!“. Sie setzen sich für eine Stadt ein, in der alle gut und sicher leben können. Damit sind sie Teil der aktuellen Kampagne „Stadt für alle“ des Bündnisses. Sie wollen mit ihrer Unterstützung ein Zeichen gegen die extreme Rechte setzen und für gesellschaftlichen Zusammenhalt werben.
Unter den unterstützenden Organisationen des Osnabrücker Bündnisses „Osnabrück – bunt und solidarisch!“ sind der AWO-Kreisverband, der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück, die Diakonie Osnabrück Stadt und Land, Exil e.V., OS klimaneutral, terre des hommes Osnabrück, der ver.di-Ortsverein, der Ev. Kirchenkreis Osnabrück, die kath. Arbeitnehmerbewegung, die HHO, die Outlaw gGmbH usw. (osnabrueck-bunt-und-solidarisch.de/buendnis/)
Zur Eröffnung der dritten Kampagne des Bündnisses betonen die Organisationen, Vereine und Unternehmen, dass nur eine gerechte und soziale Politik die Umsetzung rechtsextremer Forderungen verhindert, die Menschenrechte und demokratische Werte missachten. „Wir nehmen die aktuell geplanten Kürzungen im sozialen Bereich mit großer Sorge wahr“, sagt Friedemann Pannen, Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück Stadt und Land. Das treffe die Menschen vor Ort, auch hier in Osnabrück. Von den Parteien, die sich im September um Mandate im Stadtrat bewerben, erwarten die Organisationen, dass sie soziale Anliegen aller Bürger*innen vertreten. „Eine Stadt für alle setzt soziale Sicherheit voraus“, so Pannen.
Die unterstützenden Organisationen der Kampagne „Stadt für alle“ sehen in der Beseitigung von Kinderarmut und in der Bezahlbarkeit von Mieten einen wesentlichen Beitrag der Kommunen zur Verhinderung eines Rechtsrucks. Dazu Gabi Gaschina von Outlaw: „Bei Familien, die künftig nicht mehr wissen, wie sie ihre Mieten bezahlen sollen, wächst nicht nur die wirtschaftliche Not, sondern auch die Angst. In dieser Situation versprechen rechtsradikale Parteiprogramme eine schnelle und sichere Lösung. Versprechen, die einfach formuliert sind und Rettung anbieten.“ Diese zu wählen, schade am Ende allen und verstärke weiter massiv soziale Ungleichheit und gefährde Demokratie. „Eine Stadt für alle muss wirksam gegen Kinderarmut vorgehen und dazu beitragen, dass Wohnraum bezahlbar bleibt“, unterstreicht Gaschina.
Auch Klimaschutz ist für die unterstützenden Organisationen zentral für die soziale Sicherheit in einer „Stadt für alle". „Erneuerbare Energien, verlässlicher bezahlbarer ÖPNV und sichere Radinfrastruktur senken Lebenshaltungskosten, sichern Industriearbeitsplätze, und machen unsere Quartiere gesünder", so Bianca Schulz von Osnabrück klimaneutral. „Klimaschutz ist ein wesentlicher Baustein für sicheres Leben in Osnabrück – deshalb darf es hier keinen Rückschritt geben." Die Hitzeperiode dieses Frühsommers zeige, dass nur Investitionen in konsequenten Klimaschutz verhinderten, dass es noch schlimmer komme. Wer den Klimawandel leugne oder auf fossile Energien setze, riskiere Extremwetter und Krisen und gefährde damit den Zusammenhalt vor Ort.
Für die unterstützenden Organisationen bedeutet eine Stadt, in der alle gut und sicher leben, immer auch den starken Schutz geflüchteter Menschen und das friedliche Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Es könne nicht sein, dass Geflüchtete ausgeschlossen würden und Europa zunehmend abgeschottet werde. „Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und existenzieller Not fliehen, sind Teil unserer Stadtgesellschaft, Teil einer Stadt für alle“, sagt Marlene Schriever von Exil e.V. Mit dem Bündnis wenden sich die unterstützenden Organisationen gegen jede Form der Ausgrenzung und rassistischen Hetze. „Dass Osnabrück zu einem echten Sicheren Hafen wird, entscheidet sich im täglichen Handeln der Stadtverwaltung – von der Stadtspitze bis zur Ausländerbehörde.““, hebt Schriever hervor.
„Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer“, stellt Maren Wilmes vom Caritasverband Osnabrück fest. Aus ihr resultieren ökonomische Krisen und damit wachsende soziale Ungleichheiten. Diese Entwicklungen förderten soziale Ungleichheit. „Wir stellen uns als unterstützende Organisationen ausdrücklich hinter die Aussage des Bündnisses: `Wenn die Allerreichsten ihren gerechten Teil geben, ermöglichen wir mehr Teilhabechancen für alle“, so Wilmes. Das Bündnis fordert Reformen mit dem Ziel der Steuergerechtigkeit. Damit sollen u.a. größere Vermögen stärker an der Finanzierung des Gemeinwesens zur Gestaltung einer „Stadt für alle" beitragen.
Die unterstützenden Organisationen des Bündnisses „Osnabrück – bunt und solidarisch“ rufen dazu auf, sich im Bündnis zu engagieren und durch tatkräftige Unterstützung dazu beizutragen, dass ein Rechtsruck bei der Kommunalwahl 2026 verhindert wird. Sichtbarmachen, Fakten richtigstellen und demokratische Werte verteidigen - das könne z.B. durch das Verteilen von Flyern oder die Mitwirkung bei Informationsständen geschehen. Dazu können sich Interessierte an die Organisator*innen unter info@osnabrueck-bunt-und-solidarisch.de wenden. Weitere Infos zum Bündnis sind unter www.osnabrueck-bunt-und-solidarisch.de abrufbar.
Für die unterstützenden Organisationen:
Friedemann Pannen
c/o DIOS – Diakonie Osnabrück Stadt und Land gGmbH
Turmstr. 10-12
49074 Osnabrück
Tel. 0541 98119 10
karina.eggers@diakonie-os.de
