Kostenlose Lesung im Cafe OASE: Autorin und ehemalige Klientin gibt Einblicke in ihr neues Werk über Sucht, Abhängigkeit und Wege aus der Krise
In den 90er Jahren war Stefanie Kowarsch-Müller Klientin im Café Connection der Suchtberatungsstelle der Diakonie Osnabrück Stadt und Land. Heute schreibt die Autorin unter dem Pseudonym „Lysandra von Malgarten“ über ihre Erfahrungen von früher. Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März veranstaltet die Suchthilfe der Diakonie Osnabrück Stadt und Land eine besondere Lesung und lädt hierzu herzlich ein.
In ihrem aktuellen Buch „Wie man liegt, so fällt man“ verarbeitet Kowarsch-Müller ihre eigene Vergangenheit auf der Straße und ihre Erfahrungen mit der Drogensucht. Es ist bereits das zweite Werk der geplanten Trilogie. Am Weltfrauentag liest die Autorin aus ihrem aktuellen Buch und beschreibt zudem, welchen besonderen Herausforderungen sich insbesondere suchterkrankte Frauen stellen müssen. Zu dieser besonderen Lesung lädt die Diakonie Osnabrück Stadt und Land Interessierte herzlich ein:
- am Sonntag, 8. März
- von 16:00 bis 17:30 Uhr
- im Café OASE der Diakonie Osnabrück (Lohstraße 65)
Der Eintritt ist frei. Zur besseren Organisation bitten wir Sie, sich bis zum 3. März per Mail (veranstaltungen@diakonie-os.de) anzumelden.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Kurzexposé zum Buch der Autorin:
Der Roman nimmt die Leserinnen und Leser mit auf die Reise einer jungen Frau aus gutem, liebevollem Elternhaus mit hoher Bildung und großen Lebensträumen. Durch scheinbar banale, zunächst harmlos wirkende Fehlentscheidungen gerät sie in einen Strudel aus Drogen, Missbrauch und Tod. Schritt für Schritt entfaltet sich eine nachvollziehbare Abwärtsspirale, die schließlich in die Konfrontation mit dem eigenen Tod, dem Tod ihres Verlobten und der immer stärker werdenden Sehnsucht mündet, dieser Hölle zu entkommen.
Der Kampf gegen die Sucht wird zu einem existenziellen Ringen um Leben und Tod – und zu einer Lebensaufgabe. Das Buch gewährt tiefe Einblicke in Hilfesysteme, ihre Chancen und ihr Scheitern, und zeigt eindrücklich, was einer geschundenen Seele wirklich helfen kann – und was eher schadet.
Dabei ist das Werk weit mehr als eine klassische Suchtgeschichte. Es ist ein Überlebensroman, eine Liebeserklärung an verlorene Menschen, an vernarbte Seelen und an jene, die trotz allem lieben. Zwischen bitterem Humor, Schmerz und poetischen Momenten entsteht etwas Seltenes: eine sensible, authentische Annäherung an das Thema Abhängigkeit – schleichend, verführerisch, tödlich, aber nicht unbesiegbar.
Die Autorin erhebt mit ihrem Roman den Anspruch, zu sensibilisieren, funktionierende Wege der Hilfe aufzuzeigen und Mut zu machen, nicht aufzugeben.
