Future Learning und New Work: Ausbildungsprojekt „Lernender Wohnbereich“ bei der Diakonie Osnabrück gestartet
„Der Lernende Wohnbereich ist deutschlandweit ein einzigartiges Projekt“, so Kerstin Zimmermann, Leiterin des Diakonie-Kollegs und eine der Projektleiterinnen. „Es verfolgt einen ganz neuen Bildungsansatz, der an dem Kompetenzmodell Future Learning und New Work anknüpft.“
So stehen die individuellen Werte und Kompetenzentwicklungen des einzelnen Auszubildenden im Mittelpunkt. Das Projektteam um Kerstin Zimmermann und Nina Rößner bedient sich zu diesem Zweck innovativer Ansätze und Methoden. „Das Neuartige in diesem Projekt besteht aus der Vernetzung von E-Learning, ein auf den Lernenden individuell abgestimmtes Coaching durch Praxisanleitende und Simulationslernen zur Kompetenzentwicklung durch eine Pädagogin sowie für den weiteren Lernerfolg ein vertieftes Lernangebot, das speziell auf die Bedarfe der Lernenden ausgerichtet ist“, so die beiden Projektverantwortlichen.
„Zentral ist dabei stets die Orientierung an den besonderen Pflegewerten“, betont Kerstin Zimmermann. „Auszubildende sollen dank des Lernenden Wohnbereiches gezielt befähigt werden, individuelle Werte und Kompetenzen zu entwickeln. Dies kann den Übergang in das Berufsleben erleichtern und die Basis für lebenslanges Lernen schaffen.“
„Ziel des Projektes ist es, einen neuartigen Praxislernort für die Pflegeausbildung zu entwickeln und zu erproben“, so Nina Rößner weiter. „Der Erwerb von Kompetenzen im Sinne von Future Learning und New Work wird dabei in den Vordergrund gestellt. So soll langfristig der Übergang von der beruflichen Ausbildung in die Beschäftigung leichter und vor allem langfristig gelingen.“
Dabei wird besonders auf die Chancengleichheit von Auszubildenden mit Migrationsgeschichte abgezielt und eine familienfreundliche Gestaltung der Ausbildung angestrebt. „Mit dem Lernenden Wohnbereich gehen wir weg vom Gießkannen-Prinzip und hin zu den individuellen Förderungen der persönlichen Kompetenzen. So machen wir unsere Auszubildenden stark für den Berufsalltag – und erhalten somit den hohen Qualitätsstandard in der Pflege.“ Individuelles Lernen, die Verwendung von leichter Sprache und die Stärkung der Rolle als Lernender in der Ausbildung spielen im Rahmen des Projektes eine zentrale Rolle. „Wir freuen uns sehr, Teil dieses innovativen Projektes zu sein und noch mehr darüber, unseren Pflegenachwuchs der Diakonie Osnabrück so bestmöglich auf den Berufsalltag vorzubereiten“, so Maria Wermke, Einrichtungsleitung Hermann-Bonnus-Haus abschließend.
Das bewilligte Projekt wird von der Diakonie Osnabrück und mit EU-Mitteln durch die NBank finanziert und findet in der Zeit vom 01.09.2024 bis 31.08.2026 statt. Eine Fortführung des Lernenden Wohnbereichs über den Projektzeitraum hinaus ist geplant.
