Bedeutender Fachtag zum Thema „Partizipation in Unterkünften für geflüchtete Menschen – Erfolgsfaktor für effektiven Gewaltschutz?
Am 20. November 2024 kamen Fachkräfte, Multiplikator*innen und Interessierte in der Lagerhalle Osnabrück zusammen, um sich über das bedeutende Thema „Partizipation in Unterkünften für geflüchtete Menschen – Erfolgsfaktor für effektiven Gewaltschutz?“ auszutauschen. Der Fachtag wurde von den DeBUG-Kontaktstellen für Niedersachsen, Bremen und Baden-Württemberg organisiert und bot ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Diskussionen und praxisorientierten Workshops. Eröffnet wurde dieser durch die Grußworte von Christiane Mollenhauer, Geschäftsführerin für das Geschäftsfeld Beratung, Behandlung und Betreuung der Diakonie Osnabrück Stadt und Land sowie eine Mitarbeiterin des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Anschließend leiteten führende Multiplikatorinnen des DeBUG-Projekts – darunter Ulrike Ottl und Jessica Hotze (Diakonie Osnabrück) und Milena Michy (Caritasverband Karlsruhe) – den thematischen Schwerpunkt der Veranstaltung ein. Das Projekt „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Flüchtlingsunterkünften“ (DeBUG) wird seit 2019 von Wohlfahrtsverbänden wie Caritas, Diakonie, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Paritätischen Gesamtverband getragen und vom BMFSFJ gefördert.
Im Grußwort betonte Milena Michy die immense Bedeutung der Förderung von partizipativen Maßnahmen unter Einbeziehung aller beteiligten Akteur*innen, vor allem der geflüchteten Menschen selbst - gemäß des Leitmottos: „Nothing about us without us“ - „Nichts über uns ohne uns!“ „Besondere Highlights des Tages waren Beiträge von geflüchteten Menschen, die selbst in partizipativen Gremien aktiv sind und die Perspektiven und Bedarfe von Bewohner*innen in Unterkünften schilderten und wertvolle Einblicke in ihre Gremienarbeit gaben“, so Ulrike Ottl. Die Teilnehmenden konnten in verschiedenen Workshops, wie „Gewaltprävention bei Jugendlichen und jungen Männern: Potenziale und Grenzen in der Projektarbeit?“, wertvolle Impulse für ihre Arbeit sammeln und sich mit anderen Teilnehmenden austauschen. Der Fachtag zeigte eindrucksvoll, dass Partizipation nicht nur eine Grundlage für den Schutz vor Gewalt, sondern auch ein essenzieller Bestandteil einer gelungenen Integration darstellt. Die engagierten Beiträge der Teilnehmenden und Referent*innen machten den Tag zu einem Erfolg und setzten wichtige Impulse für die Weiterentwicklung von Gewaltschutzmaßnahmen in Unterkünften für geflüchtete Menschen.
