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75 Jahre Grundgesetz

Heute feiern wir den 75. Geburtstag des Grundgesetzes! Und wir finden: Dieses Jubiläum bietet mehr als einen Grund zu feiern. Denn mit dem Grundgesetz erhielt die Bundesrepublik Deutschland ihre wesentliche Basis – auf diesem Grund sollte der neue Staat gebaut werden.

Jahre der NS-Diktatur lagen hinter Deutschland. Ein mörderischer Krieg, von Deutschland verursacht, tobte in Europa. Brutalste Verfolgungen Andersdenkender prägten mehr als zwölf Jahre Deutschland. Und schließlich trugen Menschen mit ihrer rassistischen Ideologie zu einer beispiellosen Vernichtung bei.

Mit dem Grundgesetz sollte Deutschland zu einem Land werden, das freiheitlich und demokratisch ist. Eine Gesellschaft, in der es gerecht zugeht, will das Grundgesetz. Seit dem 3. Oktober 1990 gilt das Grundgesetz gottseidank in ganz Deutschland.

Heute ist die Erinnerung an das Grundgesetz – man muss sagen „leider“ – wichtiger denn je, denn es gibt Kräfte, die seine Grundprinzipien in Frage stellen.

Und auch für uns Mitarbeitende in der Diakonie ist der heutige Tag ein wichtiger: Das Grundgesetz betrifft auch uns und unsere Arbeit. Viele Artikel lesen sich wie ein Leitbild diakonischer Arbeit.

Schon wenige Beispiele verdeutlichen das:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (Art. 1) Was für ein Auftakt?!

Mit der Würde des Menschen haben wir es doch täglich zu tun, wenn wir pflegen, beraten, behandeln, erziehen usw. Auch in der Verwaltung und Reinigung geht es letztlich darum, Menschen würdevoll zu behandeln oder ihnen in gepflegten Räumen würdevoll zu begegnen.

„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt…“ (Art. 2) Freiheit ist ein hohes Gut!

Am besten wissen das sicher die unter uns, die in der ehemaligen DDR gelebt haben. Freiwilligkeit gehört zum Grundprinzip sozialer Arbeit. Wir achten die Freiheit des Gegenübers und zwingen unsere Vorstellungen niemandem auf.

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ (Art. 3) Hier ist noch immer viel zu tun!

Wir wissen heute, dass es noch viele Jahrzehnte gebraucht hat, bis wir in unserer Gesellschaft die Gleichberechtigung der Geschlechter erreicht haben. Vieles hat sich in den letzten 75 Jahren gottseidank verbessert. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Bei uns in der Diakonie arbeiten zu ca. 80 Prozent Frauen. Gleichberechtigung würde bedeuten, dass viel mehr Männer die sog. Care-Berufe (Pflege und Erziehung) ergreifen müssten. Dafür setzen wir uns ein.

Hier klicken, um noch mehr zum Jubiläum des Grundgesetzes zu erfahren. 

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