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Wenn gutes Design Pflegenden und Pflegebedürftigen den Alltag erleichtert

Studierende der Hochschule Osnabrück entwickeln innovative Hilfsmittel für die Pflege. Studierende des Studiengangs Industrial Product Design der Hochschule Osnabrück haben im Rahmen einer Kooperation mit dem Diakonie Kolleg der Diakonie Osnabrück Stadt und Land und dem Lernenden Wohnbereich (Hermann-Bonnus-Haus) innovative Lösungen für alltägliche Hilfsmittel entwickelt, um den Alltag von Pflegenden und Pflegebedürftigen zu erleichtern. Im Fokus standen dabei Selbstständigkeit, Sicherheit und Komfort im Alter.

Praktische Ergonomie und Empathie im Mittelpunk

Die angehenden Produktdesigner*innen analysierten dafür zunächst Abläufe und Herausforderungen des Pflegealltags. In mehreren Hospitationen beobachteten sie Engstellen und Probleme, immer im Austausch mit den Bewohner*innen und den Mitarbeiter*innen des Lernenden Wohnbereichs (LeWo). Dabei hatten die Studierenden drei Schwerpunkte: Essen und Trinken, Orientierung und Sicherheit, Betreuung und Spiele.

„In meinen Vorlesungen möchte ich den Studierenden früh die Möglichkeit geben, Ergonomie praktisch zu erleben und eigene Usability-Analysen durchzuführen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen spezieller Nutzer*innengruppen und dem Potenzial der Produktgestaltung im Sinne des DESIGN FOR ALL-Ansatzes“, sagte Thomas Hofmann, Professor für Produktdesign (Ergonomie und Usability) an der Hochschule Osnabrück.

Die Studierenden entwickelten so nicht nur ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Bewohner*innen, sondern auch empathische und kreative Lösungsansätze. Diese präsentierten sie vor den Mitarbeitenden und Auszubildenden des LeWo der Leitung des Hermann-Bonnus-Haus und Mitarbeitenden des Diakonie Kollegs.

„Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück war für uns in der Diakonie eine große Bereicherung. Die Studierenden haben die Hilfsmittel und Spiele mit viel Engagement, Offenheit und Sorgfalt getestet und wertvolle Rückmeldungen eingebracht. Es war spannend zu erleben, dass andere Professionen an zukünftigen Lösungen zur Steigerung der Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen arbeiten. Erste Verbesserungsvorschläge zu einem Trinkbecher, Orientierungshilfen um den Aufzug zu finden oder ein optimiertes „Mensch ärgere dich nicht“ inklusive Würfelturm lösten richtige Begeisterungsstürme aus“, sagt Ayla Vogt, Pflegepädagogin des Lernenden Wohnbereichs.

Der Studiengang Industrial Product Design

Im Studiengang Industrial Product Design bildet die Hochschule Osnabrück Designer*innen dazu aus, die Produkte menschlicher, emotionaler und funktionaler gestalten. Dabei werden Designtheorie, technische Kompetenz und praktische Anwendung in vier Schwerpunkten: Technologie & Konstruktion, Entwurf & Realisierung, Ergonomie & Usability sowie Geschichte & Gesellschaft miteinander verbunden.

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