Wenn Alleinsein zur Qual wird – Fachtag zum Thema Einsamkeit
Neben der psychischen Belastung stellt Einsamkeit ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die körperliche Gesundheit dar. Laut statistischem Bundesamt fühlt sich jede sechste Person häufig einsam, bei jungen Erwachsenen ist es jede/r Vierte und bereits 10 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen leiden unter Einsamkeit. Diesem bedeutendem Thema widmete sich der Fachtag Einsamkeit am 20. November 2024, organisiert durch das Bündnis gegen Depression Stadt und Landkreis Osnabrück e.V, in Kooperation mit der Volkshochschule Osnabrück sowie dem Niedersächsischen Sozialminister Dr. Andreas Philippi. Die Veranstaltung bot eine Plattform, um das Thema Einsamkeit in unserer Gesellschaft aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und praxisorientierte Ansätze zu diskutieren. In der VHS Osnabrück versammelten sich rund 70 bis 80 Interessierte.
Nach der Begrüßung durch Vertreter*innen der Stadt und des Landkreises Osnabrück, eröffnete Dr. Andreas Philippi den inhaltlichen Teil mit einem Vortrag. Er thematisierte die gesellschaftliche Bedeutung von Einsamkeit und ihre Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche. In der Mittagspause konnten sich die Teilnehmenden bei einem liebevoll zubereiteten syrischen Finger-Food-Buffet stärken. Außerdem luden auch die Stände vor den Räumen ein, sich über Beratungsangebote zu informieren. Die Diakonie Osnabrück machte besonders auf das Thema TelefonSeelsorge aufmerksam. Nach der Pause hatten die Besucher*innen die Gelegenheit, sich in Workshops zu spezifischen Aspekten der Einsamkeit weiterzubilden. Zur Auswahl standen Themen wie: Einsamkeit als Risikofaktor bei jungen Menschen oder Einsamkeit aus der Sicht der Selbsthilfe.
Zum Abschluss des Tages präsentierten die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse und Einsichten im Plenum. Die Auswertung bot eine gute Gelegenheit, die verschiedenen Perspektiven zusammenzuführen und Impulse für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema zu setzen. Der Fachtag war ein gelungener Rahmen, um Einsamkeit als gesamtgesellschaftliche Herausforderung sichtbar zu machen und neue Lösungsansätze zu entwickeln.
