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Symposium zum Tag der Pflege „Zukunft der Pflege“

Unter dem Motto „Die Zukunft der Pflege“ veranstalteten die Diakonie Pflegeschulen Osnabrück am 12. Mai ein inspirierendes Symposium für Auszubildende in der Pflege. Acht Referent*innen aus Praxis und Wissenschaft gaben in kurzen, prägnanten Impulsen Einblicke in ihre Visionen für die Zukunft der Pflege. Statt trockener Fakten standen dabei Wünsche, Erwartungen und Ideen im Mittelpunkt zu der Frage: Wie sieht die Pflege in 5 bis 10 Jahren aus?

Von der Pflegebildung, die sich neu erfinden muss, über die internationale Ausrichtung des Berufs bis hin zur dringend notwendigen Wertschätzung und Digitalisierung: Jede*r Referent*in brachte individuelle Schwerpunkte ein, die eines gemeinsam hatten – den Wunsch nach einer Pflege, die zukunftsfähig, menschlich und attraktiv ist.

Die Impulse kurz zusammengefasst:
In 5 bis 10 Jahren…

…ist Pflegebildung anders: Weil sich Pflege verändert. Praxis und Theorie rücken näher aneinander. Bildung ist dynamisch – Standards, gesellschaftliche Erwartungen und politische Ansichten ändern sich.

…übernimmt Pflege Verantwortung: Pflege ist komplex und braucht mehr Gestaltungsmacht für Fachkräfte. Mehr Prävention, Kompetenz und Professionalität führt zu Vertrauen und dadurch zu mehr Handlungsspielraum.

…ist Pflege international: Globaler Austausch wird als Chance gesehen. Integration darf keine Einbahnstraße sein. Für die zukünftige Entwicklung spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Sprachassistenten und neuen Innovationen senken die Herausforderungen internationaler Fachkräfte.

…erfährt Pflege Wertschätzung: Gesellschaftliche Anerkennung ist die Grundlage. Wertschätzung ist mehr als Dankbarkeit. Die gemeinsame Haltung, gesellschaftlich / politisch, erfordert Zutrauen in die Pflege und Unterstützung.

…ist Pflege organisiert: Es gibt Strukturen, die entlasten statt zu belasten. Verbände und Gewerkschaften werden mehr sein als lediglich eine Interessenvertretung. Sie sind demokratische Mitbestimmung.

…ist Pflege digital: Technologien werden als Werkzeug genutzt und nicht als Ersatz. Neue Anwendungen sind auf ihren tatsächlichen Mehrwert getestet und führen zu Entlastungen.

…ist Pflege inklusiv: Vielfalt wird als Stärke gesehen. Strukturelle und bürokratische Barrieren werden abgebaut, so dass Vielfalt zur Norm wird.

…ist Pflege attraktiv: Sie ist sinnstiftend, sicher und gestaltbar. Gute Pflegearbeit ist einheitlich definiert und wird so passend organisiert.

Die Impulse – jeweils auf drei Minuten verdichtet – wurden bewusst kurzgehalten, um Raum für das zu schaffen, was im Anschluss folgte: Die Referent*innen und ein Auszubildender im dritten Lehrjahr diskutierten lebhaft, unter Beteiligung der anwesenden Schüler*innen, die vorgetragenen Argumente. Die Fragen und Erfahrungen aus dem Pflegealltag zeigten, wie wichtig es ist, die Stimmen derjenigen zu hören, die die Zukunft des Berufs aktiv mitgestalten werden.

Gemeinsam die Zukunft denken

„Es geht nicht darum, vorherzusagen, was kommt, sondern darum, gemeinsam zu gestalten, was kommen soll“, fasste eine der Referent*innen die Stimmung des Tages zusammen. Die Diakonie-Pflegeschulen Osnabrück boten mit diesem Format bewusst einen Rahmen, der über klassische Vorträge hinausging: Kurz. Knapp. Inspirierend. Und vor allem mit dem klaren Appell, dass die Pflege von morgen nur gelingen kann, wenn alle Beteiligten – von der Politik über die Wissenschaft bis hin zu den Auszubildenden – an einem Strang ziehen.

Das Symposium fand im Rahmen des Tages der Pflege statt und wurde organisiert von den Diakonie-Pflegeschulen Osnabrück. Mit dabei waren Dr. Jannika Grunau (Klinikum Osnabrück), Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler (Universität Osnabrück), Lisa Gödecker (Heilpädagogische Hilfe Osnabrück), Holger Nitschke (Vorsitzender gesMAV, DIOS), Marcus Garthaus (Stabstelle für Pflegeentwicklung und Innovation, DIOS) Jens Wulfekammer (Geschäftsführer Altenhilfe, DIOS) und Christof Wohkittel (Leitung der Diakonie-Pflegeschulen Osnabrück). Die Moderation übernahm Dr. Daniel Purwins (Innovationsmanager, DIOS).

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