Investment in die Zukunft: Cramer-Stiftung finanziert wöchentlichen Sprachkurs für ausländische Pflegekräfte
Deutschkenntnisse sind im Pflegeberuf unerlässlich – sei es im direkten Kontakt mit Patient*innen, beim Erstellen einer Pflegeplanung oder in der Zusammenarbeit mit Kolleg*innen. Menschen mit Migrationshintergrund, die wertvolle Fachkräfte in der Pflege darstellen, stehen jedoch häufig vor sprachlichen Herausforderungen. Das neue Zusatzangebot soll hier zukünftig gezielt Abhilfe schaffen. „Unser Ziel ist es, Sprachbarrieren zu senken und den Schüler*innen bestmögliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung und das spätere Berufsleben zu bieten“, erklärt Schulleiter Christof Wohkittel.
„Die sprachlichen Anforderungen im Pflegealltag sind nicht zu unterschätzen“, weiß Wohkittel. „Diese zu vermitteln, ist ein wichtiger Bestandteil dieses besonderen Sprachkurses.“ Deswegen steht auch nicht ausschließlich die allgemeine deutsche Sprache im Fokus. Vielmehr geht es um die spezifische Fachsprache der Pflege. So werden zum Beispiel Themen wie der richtige Umgang mit medizinischen Fachbegriffen, der Austausch im Team und die Kommunikation mit Patient*innen intensiv geübt.
Die Cramer-Stiftung als Förderer
Ermöglicht wird dieses wertvolle Zusatzangebot durch die großzügige Unterstützung der Cramer-Stiftung. „Ohne dieses Engagement könnte der wöchentliche Kurs nicht stattfinden und vor allem auch nicht kostenlos angeboten werden“, so Wohkittel dankbar. „Die Pflege ist eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft, und wir müssen Menschen mit Migrationshintergrund dabei unterstützen, hier Fuß zu fassen“, erläutert der Schulleiter weiter. „Sprachliche Integration ist der Schlüssel zur sozialen Teilhabe und beruflichen Verwirklichung.“ Das Land Niedersachsen beteiligt sich nicht an den Kosten für zusätzlichen Deutschunterricht. Die Cramer-Stiftung deckt die gesamten Kosten des Kurses.
Ein wichtiger Schritt zur Integration
Das neue Angebot ist ein wichtiger Beitrag zur Integration und zur Sicherstellung des Fachkräftenachwuchses in der Pflege. Es zeigt, dass gezielte Sprachförderung einen entscheidenden Unterschied machen kann – sowohl für die berufliche Zukunft als auch für die Qualität der Pflege.
Hohe Nachfrage und positive Rückmeldungen
Das Interesse am Sprachkurs ist groß. Bereits in den ersten Wochen haben sich zahlreiche Auszubildende angemeldet. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv: „Der Kurs hat mir sehr geholfen, mich sicherer im Umgang mit Kolleg*innen und Patient*innen zu fühlen“, berichtet zum Beispiel eine Teilnehmerin. Das Angebot soll langfristig in das Ausbildungsprogramm integriert und bei weiter steigender Nachfrage sogar ausgebaut werden, so der Plan der Diakonie Pflegeschulen.
