Erfolgreicher Fachtag zur hospizlichen und palliativen Versorgung
Am 15.10.2026 fand für die stationäre Altenhilfe der Diakonie der Fachtag „Gut begleitet bis zuletzt - hospizliche und palliative Versorgung als gemeinsame Aufgabe der DIOS“ statt. Grundlage des Fachtages war die im Vorfeld erarbeitete Orientierungshilfe des Referats für Altenhilfe. Diese basierte auf einem Workshop mit den Pflegedienstleitungen verschiedener diakonischer Altenhilfeeinrichtungen, in den deren Expertise, Erfahrungen und Überzeugungen gezielt eingeflossen sind.
Im Mittelpunkt des Fachtags stand die multiprofessionelle Zusammenarbeit – von Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft, Seelsorge, ambulante Hospizarbeit, gesundheitliche Versorgungsplanung bis hin zur palliativmedizinischen Versorgung. Den Schwerpunkt bildeten Fachbeiträge aus Praxis und Wissenschaft.
In seinem Fachbeitrag vermittelte Geschäftsführer Friedemann Pannen eine klare Haltung der Diakonie Osnabrück: Es gilt, eine Balance zwischen Selbstbestimmung und Lebensschutz anzustreben. Diakonische Einrichtungen sollen Vertrauen fördern, unnötige lebensverlängernde Maßnahmen kritisch hinterfragen, Palliativkonzepte stärken und eine pflegerische sowie seelsorgliche Begleitung bis zum Lebensende sicherstellen. Respekt gegenüber Sterbewünschen, begleitende Gespräche sowie ausreichende personelle und materielle Ressourcen in der Pflege gelten als unverzichtbar.
Ziel ist, eine flächendeckend, strukturiert und wertschätzend verankerte palliative Begleitung zu etablieren — für größtmögliche Selbstbestimmung der Bewohner*innen, zur Schaffung von Sicherheit für Angehörige und zur Orientierung für Mitarbeitende.
Die entwickelte Orientierungshilfe wird um die Inhalte der Fachbeiträge ergänzt und soll künftig als praktischer Leitfaden dienen, der auf den Erfahrungen der Teams basiert und kontinuierlich weiterentwickelt wird.
