Aktionstag Glücksspielsucht am 25. September 2024: Fachstellen klären auf
Im Sportjahr 2024, geprägt von der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen, erlebt der Markt für Sportwetten einen Boom. Die Werbung großer Anbieter wie Tipico, betano oder bwin ist allgegenwärtig – ob auf Dauerbannern in den Stadien, im Fernsehen oder im Internet. Das Geschäft mit den Sportwetten bringt den Betreibern Milliarden ein.
„Während viele Menschen nur gelegentlich an Tipprunden oder Pferdewetten teilnehmen, entwickeln mehr als 19% der Sportwettenden eine Glücksspielstörung“, weiß Nicole. Was als harmloses Vergnügen beginnt, endet für viele in einer unkontrollierbaren Suchtdynamik – mit meist verheerenden Folgen.
Besonders im Blick sind heute Kinder und Jugendliche: Mit dem eigens fürs Thema entwickeltem Präventionsparcours „Abgezockt!“ wollen die Fachleute an Schulen und Jugendeinrichtungen spielerisch aufklären.
Die niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, hat die Schirmherrschaft für den Parcours übernommen. „Prävention ist der Schlüssel, um das Risiko einer Glücksspielsucht zu reduzieren und Betroffene rechtzeitig zu unterstützen. Besonders Jugendliche sind anfällig für die Verlockungen des Glücksspiels. Es ist entscheidend, dass wir frühzeitig aufklären und den Schutz dieser jungen Menschen sicherstellen,“ betont Ministerin Behrens. Im vergangenen Jahr erreichte der „Abgezockt!“ Parcours über 1.600 Jugendliche und junge Erwachsene, die für die Gefahren von Glücksspielen sensibilisiert wurden.
Betroffene finden Hilfe bei den zahlreichen Fachstellen für Sucht und Suchtprävention. Allein die Diakonie Osnabrück bietet an unterschiedlichen Anlaufstellen in Stadt und Landkreis umfassende, qualifizierte und ambulante Hilfen für Betroffene und Angehörige an.
