„72 Stunden – eine Anklage“: Die „Rosenstraße 76“ der Diakonie Osnabrück zeigt im Rahmen ihres 10-jährigen Bestehens das Theaterstück
Jeden dritten Tag, alle 72 Stunden, wird eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet. Diese Taten ziehen sich durch alle sozialen und kulturellen Gesellschaftsschichten und machen betroffen. Das Thema häusliche Gewalt sichtbar zu machen und das Schweigen zu brechen ist Ziel der Ausstellung “Rosenstraße 76“ des Fachzentrums FAUST der Diakonie Osnabrück Stadt und Land. Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums wird am 20. März das Theaterstück “72 Stunden – eine Anklage“ gezeigt.
Das Stück rekonstruiert eindrucksvoll die Dynamiken und Auswirkungen von partnerschaftlicher Gewalt im häuslichen Umfeld. Die Theateraufführung soll zum Nachdenken sowie zum Austausch über Handlungs- und Unterstützungsbedarfe anregen und wird präsentiert von einem Ensemble des Osnabrücker Zimmertheaters.
Freitag, 20. März, 18 Uhr
Berufsbildende Schulen (BBS) der Stadt Osnabrück am Pottgraben, Pottgraben 4
Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten.
Anmeldung sind bis zum 18. März per Mail (rosenstrasse76@diakonie-os.de) möglich.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Hinweise zur Barrierefreiheit & Unterstützung: Die Räume sind barrierefrei erreichbar (Aufzug vorhanden). Wenn Du besondere Bedarfe hast (z. B. Gebärdensprachdolmetscher, persönliche Begleitung) melde dich bitte bis zum 16.03. bei Barbara Kemper (barbara.kemper@diakonie-os.de).
Inhalt des Stücks: 72 Stunden – eine Anklage von Barbara Plagg
Eine Frau wurde von ihrem Mann ermordet. Sie hat ein Tagebuch hinterlassen, anhand dessen ein Inspektor die letzten Kontakte der Ermordeten genau nachvollziehen kann. Er sucht alle auf, von denen sich die Ermordete Unterstützung erhoffte und rekonstruiert nach und nach ein Netz aus Fehleinschätzungen, unterlassener Hilfeleistungen, Vertuschung und mangelhaften Präventivmaßnahmen.
Ausstellung „Rosenstraße 76“
Die „Rosenstraße 76“ ist eine interaktive Ausstellung, in der unterschiedliche Aspekte häuslicher Gewalt beleuchtet werden. Das Projekt wird getragen durch das Fachzentrum FAUST der Diakonie Osnabrück Stadt und Land. Ausstellungsbesuche werden für Schulklassen und für die allgemeine Öffentlichkeit angeboten.
Die Besucherinnen und Besucher können in der nachgestellten Wohnung auf Entdeckungsreise gehen und hinter die schöne Fassade schauen. Sie können Schränke und Schubladen öffnen, den Anrufbeantworter abhören, im Kalender und Tagebuch blättern und sich so dem Thema häusliche Gewalt nähern. Während der Besuche stehen geschulte Ausstellungsbegleiter*innen für Fragen oder Gespräche zur Verfügung.
