Diakonie Osnabrück feiert 25 Jahre Mittwochs-Café im Haus am Lechtenbrink
Seit 25 Jahren gehört das sogenannte Mittwochs-Café im Haus am Lechtenbrink der Diakonie Osnabrück Stadt und Land fest zum Wochenprogramm der Bewohnerinnen und Bewohner. Jeden Mittwoch verwandelt sich das Foyer von 14:30 – 17:30 Uhr in einen Ort der Begegnung, des Austauschs und der Geselligkeit. Was vor 25 Jahren nach dem Wiederbezug des Hauses nach umfangreichen Umbauarbeiten begann, ist heute aus dem Alltag der Senioreneinrichtung nicht mehr wegzudenken.
Das Besondere: Das Café wird vollständig von Ehrenamtlichen organisiert. Sie planen die Einsätze, backen die Kuchen und gestalten den Nachmittag eigenständig.
Fünf der heutigen Ehrenamtlichen sind bereits seit der Gründung dabei. Eine von ihnen ist Maria Düthmann, sie koordiniert das Team, erstellt die Einsatzpläne, organisiert Vertretungen bei Ausfällen und ist selbst fast jeden Mittwoch mit dabei. „Das Café ist oft das Highlight der Woche und die Gemeinschaft ist einfach toll“, erzählt sie. Bewohnende freuen sich schon Tage vorher auf den gemeinsamen Nachmittag und mittlerweile kennt man sich ganz gut. Nach Kaffee und Kuchen wird häufig noch gemeinsam gespielt, gelacht und erzählt. So entstehen Begegnungen, die weit über das eigentliche Café hinausgehen.
Als das Café vor 25 Jahren ins Leben gerufen wurde, suchten die Initiatoren in der Nachbarschaft und den umliegenden Kirchengemeinden nach freiwilligen Helferinnen und Helfern. Einige Ehrenamtliche waren zuvor selbst im Haus am Lechtenbrink beschäftigt. Heute umfasst die Telefonliste rund 17 Ehrenamtliche.
Das kulinarische Angebot lebt von dem selbstgebackenen Kuchen der Ehrenamtlichen. In der Regel stehen fünf verschiedene Kuchen auf dem Buffet – vier werden von den Ehrenamtlichen gebacken, einer kommt aus der Küche des Hauses. Saisonales Obst findet dabei regelmäßig Verwendung. „Mittlerweile ist das Backen tatsächlich zu meinem Hobby geworden“, erzählt Maria Düthmann mit einem Lächeln. Immer wieder werden neue Rezepte ausprobiert. Besonders Obstkuchen kommen bei den Bewohnenden gut an.
„Ausfälle gab es so gut wie nie“, erzählt Frau Düthmann. In den vergangenen 25 Jahren musste das Café nur ein einziges Mal ausfallen – wegen extremer Hitze. Ansonsten findet der beliebte Treffpunkt Woche für Woche zuverlässig statt. Gelegentlich sorgen auch musikalische Darbietungen oder kleine Aufführungen für besondere Nachmittage.
Das Ehrenamt im Haus am Lechtenbrink beschränkt sich jedoch nicht auf das Café. Die liebevoll als „EMAs“ – Ehrenamtliche Mitarbeitende – bezeichneten freiwillig Engagierten unterstützen außerdem den Betreuungsdienst, kümmern sich um den kleinen Laden im Haus, in dem Dinge des täglichen Bedarfs angeboten werden und übernehmen die Verteilung der monatlichen Hauszeitung. Das sind nicht ausschließlich die Ehrenamtlichen für das Café. Insgesamt engagieren sich etwa 30 Personen freiwillig im Haus am Lechtenbrink.
Die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen funktioniert seit vielen Jahren hervorragend. Silke Lensges, Leitung Haus am Lechtenbrink, beschreibt das Café als einen unschätzbaren Gewinn für die Einrichtung: „Dieses Angebot bietet unseren Bewohnenden eine wertvolle Abwechslung vom Alltag und schafft Begegnungen, die das Pflegepersonal allein so nicht ermöglichen könnte.“
Vor wenigen Wochen wurde das langjährige Engagement der Ehrenamtlichen zudem in einem feierlichen Rahmen gewürdigt. Bei einem Dankeschön-Nachmittag für alle Ehrenamtlichen ehrte Diakonie Geschäftsführer der Altenhilfe Jens Wulfekammer mehrere langjährige „EMAs“ mit dem Kronenkreuz der Diakonie. Darunter auch die fünf Damen, die das Café seit der Gründung vor 25 Jahren begleiten. Als Zeichen der Anerkennung überreichte er ihnen persönlich die Anstecknadel. Auch vom Bürgermeister der Stadt Bissendorf, Guido Halfter, gab es ein kleines Präsent als Dankeschön für den langjährigen Einsatz: Das Zugpferd der Gemeinde.
