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Angebote und Leistungen

Die ambulanten erzieherischen Hilfen VAMOS richten sich an Kinder, Jugendliche und ihre Familien, die in ihrem Herkunftskontext unterstützt und begleitet werden.

Vamos möchte in der Form helfen, wie der Bedarf sich im Einzelfall darstellt. Es werden nach den Begriffen des Kinder- und Jugendhilferechtes als ambulante Hilfen Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft und individuell Hilfe zur Erziehung nach § 27,3 SGB VIII angeboten. Die Fachkräfte stehen auch für das Betreute Wohnen und die mehr präventive Hilfe im Rahmen der Allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie § 16,2 SGB VIII zur Verfügung.

Wir beschäftigen mehrere Teams von pädagogischen Fachkräften in unseren Anlaufstellen für ambulante Hilfen in Stadt und Landkreis Osnabrück, die auch in Krisen ein verlässliches Beziehungsangebot bieten. Die pädagogische Arbeit basiert auf einem ganzheitlich systemischen Ansatz. Es findet eine gemeinsame Hilfeplanung in enger Kooperation mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern und dem zuständigen Jugendamt statt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die fachliche pädagogische Betreuung und Begleitung der jungen Menschen oder Familien findet in ihrem Lebensumfeld statt. Dabei unterstützen wir die Familien bei der Betreuung und Förderung ihrer Kinder, bieten Beratung bei Ehe- und Paarproblemen an sowie Hilfe bei der Haushaltsführung und Haushaltsorganisation. Ziel ist dabei die „Hilfe zur Selbsthilfe“ indem die unterstützenden Hilfen im Hinblick auf die eigenständige Alltags- und Lebensbewältigung ausgerichtet sind. Dieses wird entwickelt durch tragfähige und verlässliche Beziehungsangebote und eine intensive Familienarbeit. Dabei steht die Nutzung der Fähigkeiten und Stärken im persönlichen und sozialen Umfeld im Vordergrund. Wichtig ist uns dabei auch das gemeinsame Tun und Handeln im Alltagsbereich, wie z.B. gemeinsames Kochen, Freizeitgestaltung u.ä.

Es ist für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutsam, mit prozesshafter Begleitung die lebenspraktische Selbständigkeit zu fördern, die da ansetzt, wo der junge Mensch in seiner Entwicklung steht. Durch die (Weiter-) Entwicklung der beruflichen und persönlichen Lebensplanung. Bei den Familien gehört dazu eine Kooperation mit den Schulen, Kindergärten, Betrieben, Behörden wie z.B. die ARGE, MaßArbeit, Schuldnerberatung etc.

Diese Unterstützung gilt auch für Familien mit besonderen psychischen Beeinträchtigungen, so dass wir kreative „maßgeschneiderte“ Hilfestellungen für die Familien anbieten können.

Wichtig ist unseren Teams, die Stadtteil- und Lebensweltorientierten Ressourcen vor Ort zu nutzen, um eine sozialraumorientierte Begleitung anzubieten.

Erziehungsbeistandsschaft

Bei der Erziehungsbeistandschaft liegt der Focus der pädagogischen Arbeit in der Regel bei einem der Kinder oder Jugendlichen in einer Familie oder auch schon außerhalb der Familie. Diese persönliche Hilfe kann das Erlernen und Umsetzen aller möglichen Alltagskompetenzen beinhalten, die ein Kind oder junger Mensch benötigen, um altersadäquat sich weiterentwickeln und auf die gesellschaftlichen Anforderungen entsprechend reagieren zu können.

Sozialpädagogische Familienhilfe

Im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe wird ein Hilfsangebot für die gesamte Familie und deren Zusammenleben vorgehalten. Dabei geht es um die Begleitung der Familie bei der Lösung familiärer Konflikte und bei der Bewältigung von Alltags- und Erziehungsaufgaben.

Familiensprechstunde

Das Beratungsangebot der „Familiensprechstunde“ wird seit 2011 in 25 Ev. Kindertagesstätten von den pädagogischen Fachkräften der ambulanten Hilfen Vamos in der Stadt Osnabrück durchgeführt. Bereits seit 2010 auch in den Sozialräumen Südkreis, Melle und Belm im Landkreis Osnabrück.
Kontinuierlich bieten wir die Familiensprechstunde in Belm, Icker, Vehrte, Lechtingen (hier auch in der Grundschule), Hollage sowie in den Familienzentren in Melle-Buer, Melle-Neuenkirchen, zwei Kindertagesstätten in Melle-Westerhausen, Melle-Wellingholzhausen und im DRK Familienzentrum in Hilter an.

In Bad Laer wird die Familiensprechstunde nach Ende der Modellphase 2011 ebenfalls in 5 Kindergärten und im Familienzentrum regelmäßig angeboten
Mit den speziell geschulten FamilienberaterInnen der Teams von Vamos und der Ökumenischen Jugendhilfe können Eltern einmal im Monat an einem Vormittag, in den Familienzentren oder Kitas ihre „Erziehungsschwierigkeiten“ besprechen. Ihre Fragen zu ganz konkreten Themen wie „Regeln und Grenzen in der Familie“, „Unsicherheiten in der Erziehung“, „Geschwisterrivalität“, „Schlafprobleme“ oder anderes erörtern. Ebenso finden Themen wie „Beziehungsschwierigkeiten“, „Finanzielle Probleme“, die die Erziehung des Kindes belasten könnten, Platz in einem Gespräch. 
Sie können in der Familiensprechstunde spontan und ohne Verwaltungsaufwand alle Themen und Fragen, die das Verhalten und die Entwicklung Ihres Kindes sowie das Zusammenleben in der Familie betreffen, ansprechen und sich fachkundigen Rat holen. 

Die Familiensprechstunde dient als niederschwelliges Beratungsangebot vor Ort bei allen Problemen mit Kindern im Alter von 0 – 10 Jahren und den Familien selbst. 
Sie kann sowohl als Beratungsangebot für Eltern als auch für Erzieherinnen der Kitas genutzt werden.

Dieses Beratungsangebot ist für die Eltern kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht.

Betreutes Wohnen

An Jugendliche/junge Erwachsenen, die aus stationären Wohngruppen entlassen werden oder Jugendliche, die nicht mehr im elterlichen Haushalt wohnen können/sollen, richtet sich das Angebot des Betreuten Wohnens. Ziel ist hierbei die Unterstützung und Begleitung bei der weiteren Verselbständigung bis hin zur eigenständigen Lebensführung. Die Betreuung findet in den in der Regel von den Jugendlichen/jungen Erwachsenen selbst angemieteten Wohnungen statt.

Sofern alle diese Hilfen nicht passen, weil sie nicht den tatsächlichen Bedarf gerecht werden, können in Absprachen mit den Sozialdiensten der Jugendämter auch spezifische individuelle Hilfen vereinbart werden, die als bedarfsorientiertes Angebot für Kinder, Jugendliche/junge Erwachsene und/oder ihre Familien anzusehen sind. Dafür werden die entsprechenden Fachkräfte eingesetzt. 

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