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Anker-Zentren: Neuer Name – alte Probleme

Osnabrück. Friedemann Pannen, theologischer Geschäftsführer der DIOS – Diakonie Osnabrück Stadt und Land kritisiert im Namen der Diakonie Osnabrück die in Bayern eingeführten Anker-Zentren.

„Ein neuer Name für die Unterbringung von Flüchtlingen löst alt bekannte Probleme noch lange nicht!“ sagt der Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück, Friedemann Pannen. Dass Bayern und der Bundesinnenminister nur im Sinn hätten, Flüchtlinge von Deutschland fern zu halten, werde schon an der Namensgebung deutlich. Im Koalitionsvertrag ist nämlich festgelegt, dass in Anker-Zentren „Ankunft, Entscheidung, kommunale Verteilung bzw. Rückführung (Anker)“ statt finden solle. „In Bayern ist von kommunaler Verteilung nicht mehr die Rede. Das lässt die wahre Motivation der Staatsregierung Bayerns erkennen“, kritisiert der Theologe. Es gehe scheinbar darum, dass so viele Flüchtlinge wie möglich so schnell wie möglich wieder ausreisen. „Darunter werden aber diejenigen leiden, die nach deutschem, europäischem und internationalem Recht einen Anspruch auf Schutz in Deutschland haben oder – obwohl ihr Asylantrag abgelehnt wurde – aus anderen tatsächlichen oder rechtlichen Gründen weder freiwillig ausreisen noch abgeschoben werden können“, zitiert Pannen ein Positionspapier von Caritas und Diakonie von Juni diesen Jahres.

Die Diakonie Osnabrück Stadt und Land gGmbH ist eine 2016 gegründete Holding. Mit ihr bündelt die Evangelische Kirche in Stadt und Landkreis Osnabrück ihre Angebote der Alten- und Jugendhilfe, Flüchtlingsarbeit und Beratungsdienste. Etwa 2.000 Mitarbeitende beschäftigt die Diakonie Osnabrück in mehr als 40 Einrichtungen und Standorten.


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