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Unser Corona - Rückblick

Den März 2020 wird wohl keiner von uns vergessen und keiner hat je geahnt, dass wir alle von einer Pandemie betroffen sein werden mit unglaublichen Ausmaßen.

Nicht nur, dass ein Regelbetrieb im Hort Latzhose fast das gesamte Jahr 2020 nicht möglich war, sondern es hat auch ein stetiger Wechsel zwischen den unterschiedlichen Szenarien stattgefunden.

Ein Kraftakt für Kinder, Eltern und Mitarbeitende.

Aus Sicht eines Kindes, eines Mitarbeitenden und der Einrichtungsleitung schildern wir hier die erlebte Situation.

Kind: „Warum darf ich nicht in den Hort oder in die Schule? Manchmal darf ich und dann wieder nicht und das geht oft von heute auf morgen. Ich möchte meine Freunde sehen, mit ihnen spielen und toben, auch will ich die doofe Maske nicht mehr tragen, nicht mehr bei geöffnetem Fenster frieren und auch nicht mehr bei strömendem Regen nach draußen gehen. Ich bin traurig, sauer und wütend. Nichts darf ich mehr und meine Eltern sind auch schon ganz komisch. Corona soll weg!!!!!!!!!“

Mitarbeiter: „Mein 2020 im Hort Latzhose war geprägt von Angst (wie sicher kann ich mich fühlen?), ständiger Veränderung, Sorge um die Kinder aber auch von großem Zusammenhalt im Kolleg*innenteam. Alles was möglich war an Hygienemaßnahmen ist geschaffen worden, aber auch wir sind von Corona nicht verschont geblieben und mussten im Dezember in Quarantäne. Ein ‚normales‘ Arbeiten war fast nicht möglich. Wie soll ich mit Maske und Abstand Beziehungsarbeit machen? Fragen über Fragen und nach wie vor Unsicherheit und Angst.“

Leitung: „Nach über 30 Dienstjahren hätte ich nicht gedacht, so etwas noch einmal leisten zu müssen. Ich erlebe es als große Anstrengung, den Bedürfnissen von Kindern, Eltern und Mitarbeitenden gerecht zu werden und bin mir immer wieder bewusst, dass einige Gruppen, besonders die Kinder, leiden und ihren Bedürfnissen nicht entsprochen werden kann. Unsere Räumlichkeiten im Hort sind sehr begrenzt, so dass die Herausforderung enorm ist, die die geforderten Hygienemaßnahmen um zu setzen. Wie aber können Mitarbeitende und Kinder geschützt werden?

Meine Leitungstätigkeit ist und war geprägt von Sorge für die Mitarbeitenden und Kinder und dem Schaffen von ein wenig „Normalität“ im Alltag. Teamarbeit – gegenseitiges Unterstützen und Tragen sind vielmehr in den Fokus gerückt.“

Ulla Klein, Einrichtungsleiterin

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