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Unser Corona - Rückblick

Seit Beginn der Pandemie machen wir das Beste daraus!!

Hier ein kleiner Einblick, wie wir den Kontakt mit den Kindern und ihren Eltern gehalten haben:

 

Wir verschickten Osterpost mit Wünschen, Bastel- und Backideen. Auch zum Mutter- und Vatertag gab es eine kleine Aufmerksamkeit von den Erzieher*innen für die Eltern. Einmal pro Woche wurden Kreativangebote vorbereitet und draußen in einer Kiste gelagert, sodass die Eltern mit ihren Kindern die Angebote abholen konnten. Wir baten die Kinder samt Eltern, Steine zu bemalen, die in einer langen Schlange vor der Kita aufgereiht wurden. Hieran beteiligten sich auch die Bewohner des Altenheims. Es wurden Regebogenbilder von den Kindern gemalt, die die Kita verschönerten. Wir führten regelmäßige Telefonate sowohl mit den Eltern als auch den Kindern, sodass wir stets auf dem Laufenden waren, wie es den Kindern und deren Familien ging.

In der Zeit der Notbetreuung packten wir auch tatkräftig an. Wir entrümpelten unseren Keller, brachten Abstellräume auf den neuesten Stand und strichen Schlaf- und Waschräume der Krippengruppen. Außerdem arbeiteten wir Projekte aus, erstellten Portfolios, aktualisierten die Dokumentation, nahmen an Online-Vorlesungen teil und gestalteten in den einzelnen Gruppen viele Dinge neu.

Durch immer neue Vorgaben des Bundes bzw. der Landesregierung mussten wir Notgruppen einrichten, die sich im Laufe der Zeit immer wieder veränderten. Wir starteten in der Krippe mit jeweils drei Kindern pro Gruppe und im Kindergarten mit jeweils fünf Kindern pro Gruppe (mehr durften wir zu Beginn der Pandemie nicht aufnehmen). Zu einem späteren Zeitpunkt sollten auch Vorschulkinder betreut werden. Somit richteten wir eine Notgruppe für Vorschulkinder ein. Auch sollten Kindern, deren Eltern keine Berechtigung auf einen Notbetreuungsplatz hatten, ein Angebot gemacht werden. Also richteten wir dafür „Spielgruppen“ ein. Schließlich wurden die Plätze innerhalb der Notgruppen auf 50% aufgestockt bis wir schließlich kurz vor den Sommerferien im „eingeschränkten Regelbetrieb“ arbeiten durften. Mit dem Start des neuen Kita-Jahres gab es keine Einschränkungen mehr: Die Kinder durften alle aufeinandertreffen, die Gruppen waren wieder voll. Die Infektionszahlen stiegen wieder, sodass Stufenpläne entwickelt wurden, die Inzidenz von 100 plötzlich eine große Rolle spielte und wurden Eltern gebeten, ihre Kinder „freiwillig“ zu Hause zu betreuen.

Einige Fragen und Sorgen beschäftigten uns sehr. Hier ein Ausschnitt dieser Überlegungen seit Beginn der Pandemie:

Wie betreue ich mein eigenes Kind, welches nicht zur Kita oder Schule gehen kann? Wie kann ich, trotz Schließung, meine Stunden ableisten? Gehen wir in Kurzarbeit? Wird dadurch mein Gehalt weniger? Kann ich guten Gewissens ins Homeoffice gehen, wenn meine Kollegen in der Kinderbetreuung tätig sind? In der Kita sind mehr Menschen, als ich privat treffen würde, ist das Risiko höher, mich dort anzustecken? Ein Kind hat Schnupfen, muss es nach Hause? Was sagen die Eltern, wenn wir es „nur“ bei einem Schnupfen abholen lassen? Ich habe leichte Erkältungssymptome, normalerweise würde ich arbeiten. Und jetzt?“

Mandy Koplin (Einrichtungsleiterin)

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