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NachbarschaftsDialog für ein vielfältiges Belm – Neues Projekt der Ökumenischen Jugendhilfen auf Deutsch, Arabisch und Russisch

NaDi ist ein bis zum 31.12.2020 bewilligtes Projekt im Bereich Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement. „NaDi“ ist dabei nicht nur ein Akronym für NachbarschaftsDialog, sondern auch das arabische Wort für „Club“, das im Alltag für alle Orte der Begegnung genutzt werden kann. Genau als das versteht sich NaDi – als Chance für alle Menschen in Belm, sich zu kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und Gemeinsamkeiten und Neues zu entdecken. 

Die Gesellschaft in Belm ist vielfältig, Menschen aus zahlreichen Ländern haben hier ihr neues Zuhause gefunden. Ziel ist es nun, diesen Begriff mit Leben zu füllen. In dem Projekt arbeiten Rua Khwairah, Irina Samorodniytska und Heidi Reichinnek. „Wir wollen Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft erreichen und ihnen Zugänge zu den Angeboten vor Ort ermöglichen. Dazu bringen wir uns in die Netzwerke vor Ort ein, unterstützen haupt- und ehrenamtlich Engagierte, schaffen eigene partizipative Angebote und gehen mit neuen Ideen auf die Menschen zu“, erklärt Projektkoordinatorin Heidi Reichinnek. „Wir wollen einen Beitrag zu einer aktiven und lebendigen Stadt leisten, in der die Menschen sich für ihre Belange einsetzen und die Chance bekommen, eigene Ideen umzusetzen.“ 

Ein solcher Prozess funktioniert nicht innerhalb weniger Wochen oder gar Monate, er braucht langfristige Strukturen und kontinuierliche Arbeit, weiß Reichinnek. Deswegen greift NaDi auf bestehende Grundlagen aus dem Projekt „Soziale Stadt Belm“ zurück, entwickelt diese weiter und ergänzt sie. 
Im Rahmen des Projektes werden an verschiedenen Orten in der Gemeinde Sprechstunden auf Arabisch, Russisch und Deutsch angeboten, in denen die Menschen Beratung zu Alltagsfragen erhalten können. Es gibt ein monatlich stattfindendes Kochprojekt, das die Vielfalt der hier lebenden Kulturen abbildet und eine niedrigschwellige Möglichkeit einander zu treffen und miteinander zu reden bietet. Darüber hinaus werden gemeinsam Feste gefeiert – beispielsweise Ostern oder das persische Frühlingsfest Nowruz. Auch ein Straßenfest ist in Planung. Bei diesen Terminen soll neben der Begegnung auch der Dialog zwischen den Teilnehmenden und den Mitarbeitenden des Projektes im Fokus stehen, um zu diskutieren, was den Menschen an der Gemeinde gefällt, was fehlt und wie sie sich einbringen könnten. 

Darauf aufbauend sollen weitere Angebote erarbeitet werden, so dass der partizipative Ansatz des Projektes schrittweise stärker in den Fokus rückt. „Dabei wäre es für alle Beteiligten wünschenswert, wenn das Projekt über den bisherigen Bewilligungszeitraum hinaus verlängert wird – Gemeinwesenarbeit braucht Kontinuität“, bekräftigt Heidi Reichinnek. „Wir freuen uns immer über Ihre Anregungen und Nachfragen! Melden Sie sich gerne telefonisch bei uns.“

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