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#FÜREINANDER – Kirchen und Sozialverbände fordern im Rahmen der Woche der Diakonie gesellschaftlichen Zusammenhalt

Die aktuelle Lage durch den Krieg in der Ukraine, die damit zusammenhängende Energie-Krise und die anhaltende Corona-Pandemie stellen alle Menschen in unserem Land vor große Herausforderungen – die Verantwortung von Politik, Kirche, Sozialverbänden und Gesellschaft ist aktuell besonders groß.

Unter dem Motto #FÜREINANDER der Woche der Diakonie nehmen die Kirchenkreise Osnabrück, Melle/Georgsmarienhütte und Bramsche sowie das Diakonische Werk Bramsche und die Diakonie Osnabrück Stadt und Land den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Fokus und sind der festen Überzeugung: Nur gemeinsam können Wege zur Bewältigung der aktuellen Aufgaben und Herausforderungen gefunden werden. Zielsetzung von Kirche und Diakonie ist es, soziale Innovationen zu initiieren und maßgeblich mitzugestalten.

„Um dieser immensen gemeinsamen Herausforderung gerecht zu werden, ist der Erhalt unserer sozialen Dienste und Angebote und damit eine auskömmliche Finanzierung unabdingbar!“, fordert Christiane Mollenhauer, Geschäftsführerin der Diakonie Osnabrück für das Geschäftsfeld Beratung. „Menschen müssen insbesondere mit Blick auf die sich weiter auch finanziell verschärfende Situation niedrigschwellige und kostenfreie Hilfsangebote in Anspruch nehmen können.“

Neben den finanziellen Herausforderungen, die maßgeblich durch das Setzen politischer Leitplanken bestimmt sein werden, spielt das Thema Ehrenamt eine wesentliche Rolle. Die Vertreter aller Kirchenkreise sind sich einig, dass „Vieles in den diakonischen Einrichtungen, in den Kirchengemeinden und in unserer Gesellschaft ohne die großartige Unterstützung und das tatkräftige ehrenamtliche Engagement vieler Menschen nicht geleistet werden könnte. Die Diakonie lebt vom Ehrenamt“, so Hannes Meyer-ten Thoren, Superintendent des Kirchenkreises Melle/Georgsmarienhütte. Dr. Joachim Jeska, Superintendent des Kirchenkreises Osnabrück, betont ergänzend: „Wir schätzen das ehrenamtliche Engagement sehr, das unter dem Dach von Kirche und Diakonie an vielen Stellen für das Gemeinwohl in unserer Gesellschaft wirkt und so das Miteinander fördert.“ „Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist das Ehrenamt unverzichtbar“, schließt Superintendent Joachim Cierpka des Kirchenkreises Bramsche.

Schon jetzt sind erste Auswirkungen der aktuellen Krisen in Form von gestiegenen Anfragen sichtbar. Nach Corona und dem Beginn des Kriegs in der Ukraine sieht Natalia Gerdes, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Bramsche, in der beginnenden Energiekrise diese bereits jetzt am Beispiel ihrer Schuldnerberatung. „Seit Anfang dieses Jahres wenden sich verstärkt auch Menschen aus der Mittelschicht an die Schuldnerberatung. Die Armutswelle ist auch bei denen angekommen, die nie im Leben damit gerechnet haben“, so Natalia Gerdes, die zudem die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie in Bramsche verantwortet.

Das Thema steigende Energiekosten aufgreifend veranstalten die DiakonieStiftungen Osnabrück und Osnabrücker Land zu Beginn der Woche der Diakonie am Samstag, 3. September um 17.00 Uhr eine Podiumsdiskussion im Gemeindehaus der Kirchengemeinde St. Marien mit dem Titel „Warm macht nicht arm…“. Es geht um Wege aus der Armut, um Forderungen an die Politik, Möglichkeiten von Beratung, Sparmaßnahmen und Solidarität.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion findet der Gottesdienst zur Eröffnung der Woche der Diakonie mit Regionalbischof Friedrich Selter sowie den Superintendenten aller Kirchenkreise in der Kirche St. Marien statt. Der Gottesdienst bildet den Auftakt für zahlreiche Aktionen in den Gemeinden aller Kirchenkreise und der Diakonie Osnabrück Stadt und Land. Im Kirchenkreis Bramsche beispielsweise ist der rote Faden in diesem Jahr die Hilfestellung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine, Kirchenkaffee, ukrainischer Kulturabend und ein Helfertreff.

Auf der Seite konferenz-diakonie-osnabrueck.wir-e.de ist das gesamte Programm zur Woche der Diakonie mit Terminen für Gottesdienste und vielen Aktionen für Jung und Alt zu sehen. Alle sind herzlich eingeladen mitzufeiern!

Sehr gerne stehen wir, Kirchenkreise und Diakonie, für weiterführende Informationen und persönliche Interviews zur Verfügung.

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