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Coronas grausames Gesicht – Diakonie Osnabrück zeigt Betroffenheit und Mitgefühl angesichts der Ereignisse im Hanns Lilje Heim in Wolfsburg

Die Ereignisse im Hanns Lilje Pflegeheim in Wolfsburg erschüttern die Diakonie Osnabrück. Viele Mitarbeitende sind betroffen und äußern ihr Mitgefühl mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Pflegeheime in Wolfsburg und Würzburg, mit deren Angehörigen und allen Pflegekräften.

„Covid 19 zeigt sich, wenn man die Bilder aus den Pflegeeinrichtungen in Würzburg und Wolfsburg sieht, hier von seiner grausamsten Seite“, so Friedemann Pannen, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück Stadt und Land. Als Träger von mehr als 1.000 Plätzen in der stationären Altenhilfe sei man von der rasanten Ausbreitung des Virus in den Pflegeeinrichtungen geschockt. „Wir kümmern uns täglich um alte Menschen, Bewohnerinnen mit Vorerkrankungen und um dementiell veränderte Bewohner. Natürlich geht es auch unseren Mitarbeitenden unter die Haut, wenn sie sehen, welch verheerende Auswirkung die Infektion in stationären Einrichtungen haben kann.“

Wer angesichts dieser Entwicklung Besuchs- und Betretungsverbote in Pflegeeinrichtungen noch als hysterische Reaktion von Behörden bezeichne oder gar als Freiheitsentzug verunglimpfe, habe nicht begriffen, worum es geht: „Der Schutz von Alten, Vorerkrankten und gerade auch dementiell veränderten Menschen muss jetzt unser aller Anliegen sein“, betont Pannen.

„Ich habe auch kein Verständnis für den Satz, den ich immer noch höre: Die Grippe fordere doch jährlich viel mehr Opfer als Covid 19. Es werde schon nicht so schlimm kommen.“ Wer die rasante Ausbreitung des Virus und die extreme Sterblichkeit der Bewohnerinnen und Bewohner in den beiden Pflegeheimen wahrnimmt, muss erkennen, dass wir es bei Corona mit einer ganz anderen Gefahr zu tun hätten, sagt Pannen.

Seit Jahren bemüht sich die Diakonie Osnabrück um die palliative Versorgung ihrer Bewohnerinnen und Bewohner in der Altenhilfe. „Der Hospizgedanke ist für uns ein fester Bestandteil im Pflegekonzept und bei den Mitarbeitenden tief verankert.“ So beschreibt Sabine Weber, Geschäftsführerin der Altenhilfe in der Diakonie Osnabrück die Herausforderung: „Da können wir es nur schwer ertragen, dass Menschen wegen Corona in ihrer letzten Lebensphase oft allein sein müssen und die Pflegerin, die die Hand einer Sterbenden hält, einen Schutzanzug tragen muss“, so Weber.

Die Geschäftsführung der Diakonie Osnabrück appelliert an alle: „Helfen Sie mit, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner geschützt bleiben. Unterstützen Sie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, indem Sie mit Ihren Angehörigen im Pflegeheim skypen oder telefonieren. Aber bleiben Sie selbst Zuhause.“

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