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40 Jahre Anlaufstelle für Straffällige – Justizministerin Havliza besucht Mitarbeitende anlässlich eines Dankgottesdienstes in Osnabrück

Osnabrück. Die Anlaufstelle für Straffällige der Diakonie in Osnabrück hatte am 01. Dezember Geburtstag. Eigentlich ist dies ein Grund zum Feiern, aber angesichts der Coronapandemie musste auch diese Jubiläumsveranstaltung leider entfallen. Die Mitarbeitenden freuten sich jedoch sehr über den Besuch der niedersächsischen Justizministerin Barbara Havliza und trafen sich mit ihr alternativ im ganz kleinen Kreis und in erforderlichem Abstand zu einem Dankgottesdienst mit Fürbittengebeten in der Marienkirche in Osnabrück.

Die Ministerin war der Einladung der Geschäftsführung für diese feierliche Andacht gefolgt, an der auch Bürgermeisterin Eva-Maria Westermann als Vertreterin der Stadt Osnabrück und Superintendent Dr. Joachim Jeska als Gratulant des Kirchenkreises Osnabrück teilnahmen. Pastor Friedemann Pannen, theologischer Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück Stadt und Land, empfing die Mitarbeiter*innen der Straffälligenhilfe und die drei Ehrengäste mit einem liturgischen Impuls. Burkhard Teschner gab als Geschäftsbereichsleiter der Gefährdetenhilfe einen Einblick auf die Entwicklung der Beratungsstelle und die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsalltag seines Teams.

Die Anlaufstelle Osnabrück war genau vor 40 Jahren vom damaligen Justizminister Prof. Dr. Hans-Dieter Schwind als eine von 14 Einrichtungen gegründet worden, die seitdem in Niedersachsen die Aufgaben der freien Straffälligenhilfe wahrnehmen. Ministerin Havliza gratulierte mit ihrem Grußwort zum runden Geburtstag und sprach dem Team der Straffälligenhilfe ihren Dank für die langjährige Arbeit aus, die in diesem Jahr unter besonders erschwerten Bedingungen geleistet wurde. Frau Havliza hob in ihrer Rede den Erfolg des Haftvermeidungsprojekts „Geldverwaltung statt Ersatzfreiheitsstrafe“ vor und betonte: „Wir müssen uns an dieser Stelle immer wieder vor Augen führen: Die Betroffenen sind ja ausdrücklich nicht zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Auch deshalb ist Ihre Arbeit so wertvoll“.

Christiane Mollenhauer, Geschäftsführerin der Diakonie Osnabrück, ehrte langjährig Mitarbeitende der Straffälligenhilfe mit dem Kronenkreuz der Diakonie als Dank für ihren Dienst: Brigitte Weide ist dort 20 Jahre tätig, Yvonne Klein-Helmkamp 30 Jahre und Einrichtungsleiter Burkhard Teschner seit 35 Jahren. Ein ganz besonderer Dank und das Kronenkreuz in Gold überreichte Frau Mollenhauer an Hans Ludger, der nach 34 Jahren seiner Mitarbeit in den Ruhestand verabschiedet wurde. Er wird vielen Weggefährten und Hilfesuchenden in der Straffälligenhilfe und in der Gewaltprävention als erfahrener Pädagoge und guter Ratgeber in bester Erinnerung bleiben. 

Der Gottesdienst wurde musikalisch von Pete Budden begleitet, der als Bluespianist die Zuhörer auf seine eigene Weise sehr ausgesucht und eindrucksvoll bescherte. 

Wir freuen uns sehr, dass Frau Havliza uns ihre Ansprache zur Verfügung gestellt hat. So können wir es allen leider abwesenden Gästen und Interessierten ermöglichen, hier ihr Grußwort nachzulesen. 

Rundfunkredakteur Sören Hage berichtet dazu im OS-Radio

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